Blutegeltherapie

Was ist eine Blutegeltherapie?

Blutegeltherapie - medizinische Hilfe aus der Natur

 

Die Blutegeltherapie ist eine sehr alte Therapieform, die zu den ausleitenden Verfahren in der Naturheilkunde gehört. Sie bewirkt einen sanften, langsamen Aderlass, der zu einer lokalen Entstauung des Gewebes führt. Die Wirkstoffe im Speichel des Blutegels hemmen die Vorgänge, die bei einer Entzündung oder einem Trauma aktiviert werden.

Die Blutegeltherapie wird deshalb eingesetzt bei:

  • Venösen Erkrankungen: Venenentzündungen, Krampfadern, Hämorrhoiden
  • Gelenkarthrosen: Kniegelenksarthrose, Sprunggelenksarthrose, Daumensattelgelenkarthrose,
  • Tennisellbogen
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Furunkeln und Karbunkeln
  • akuter Gichtanfall
  • Prellungen und Quetschungen und damit verbundene Blutergüsse
  • Tinnitus
  • Hörsturz
  • Mittelohrentzündung
  • Gürtelrose
  • Gallenblasenentzündung
  • Wundheilungsstörungen durch postoperativen Lymphstau
  • infizierte Wunden
  • plastische und rekonstruktive Chirurgie

Wie wird die Blutegeltherapie durchgeführt?

Blutegeltherapie - eine Behandlung dauert ca. 60-90 MinutenMit einem kleinen Glas oder Spatel wird der Blutegel auf die zur Behandlung ausgewählte Hautstelle gesetzt. Dort saugt sich der Blutegel fest. Er saugt solange bis er satt ist und fällt dann ab. Dieser Vorgang  dauert 30 bis 60 Minuten. Bei einer Behandlung werden je nach Indikation 2 bis 12 Blutegel angesetzt.

Gibt es Risiken?

Da die Blutegel aus einer Zucht kommen und somit aus seuchenfreien Gewässern können sie keine Krankheiten übertragen. Sie werden außerdem nur einmal angesetzt.

Nebenwirkungen der Blutegeltherapie:

  • an der Bißstelle kann eine kleine Narbe entstehen
  • in den ersten 4 Tagen kann es zu einer lokalen allergischen Reaktion kommen, die man mit Quark- oder Eigenurinwickeln und Homöopathie behandelt
  • die Bißstellen jucken bei Abheilung und sollten nicht aufgekratzt werden, da sie sich sonst infizieren können
  • manchmal kommt es zu einer stärkeren Nachblutung, die dann durch einen Druckverband unterbunden wird.

Blutegel sollten auf keinen Fall angesetzt werden bei:

  • Blutgerinnungsstörungen
  • Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten
  • schwerer Blutarmut
  • ausgeprägter Immunschwäche
  • extremen Allergien
  • schweren inneren Erkrankungen

Wie oft wird die Behandlung durchgeführt?

Die Häufigkeit der Behandlung ergibt sich aus dem Beschwerdeverlauf nach der ersten Behandlung.  Tritt nach der ersten Behandlung eine signifikante Besserung der Beschwerden ein, ist eine Wiederholung der Therapie dann entsprechend bei spürbar deutlichem Nachlassen der Erstwirkung angezeigt. Bei nicht ausreichender Erstwirkung sollten ein bis zwei Wiederholungsbehandlungen in engerem Abstand bis max. 8 Wochen nach Erstbehandlung erfolgen.

Welche Kosten entstehen ihnen bei einer Blutegelbehandlung?

Eine Blutegelbehandlung kostet bei Einsatz von einem Blutegel 60 €.
Pro weiteren Blutegel wird ein Betrag von 14 € berechnet.

Gerne beantworte ich Ihre weiteren Fragen in einem persönlichen Telefongespräch: 02595/3850152